Dichtstromförderung

Pneumatische Dichtstromfördersysteme werden eingesetzt, wenn die Produktqualität von höchstem Interesse ist. Sie minimieren Veränderungen der Schüttdichte und der Korngrössenverteilung und minimieren die Entmischungseffekte.

Der Verzicht auf rotierende Teile in Druckbehältern reduziert die Wartungskosten. Das vorteilhafte Verhältnis von Produkt zu Fördergas macht unsere Systeme energieeffizient.

Druckbehälter werden in Dichtstromfördersystemen eingesetzt, um das Schüttgut in die Rohrleitung einzubringen. Im Gegensatz zu Zellenradschleusen ist das System leckagefrei und absolut gasdicht.

Dies ermöglicht einen hohen Druckbereich von 1 bar (Überdruck) bis 6 bar (Überdruck) oder mehr. Die hohe Last und die geringe Geschwindigkeit führt zu einer schonenden Förderung und geringem Verschleiss von Rohrleitung und Empfangsvorrichtung.

Mit Dichtstromfördersystemen ist der Transport von Schüttgut über kurze Strecken bis hin zu grossen Entfernungen von mehreren hundert Metern möglich.

Funktionsweise

Ein Druckbehälter wird von einem Big Bag, Silo oder einer Prozessanlage, wie einem Mischer, beschickt. Die Arbeitsgänge umfassen das Wiederbefüllen, die Druckbeaufschlagung und die Förderung von Schüttgut als Pfropfen oder Düne in den Aufnahmetrichter. 

Die Feststoffe werden als Strähne mit dem PHF-Fördersystem „DenseFlow“ bei mittleren Gasgeschwindigkeiten von 15-25 m/s gefördert.


Die festen Stoffe werden mit dem PHF-Fördersystem „DenseFlow®“ mit moderaten Gasgeschwindigkeiten von 10-25 m/s in einem Fliessbett als Düne auf dem Rohrboden gefördert.


Die Feststoffe werden als Pfropfen mit dem PTA-Fördersystem „PulseFlow“ bei niedrigen Förderluftgeschwindigkeiten von 4-12 m/s gefördert.


Die Feststoffe werden als gepulster Pfropfen mit dem patentierten Fördersystem „PulseLine“ PTA PL bei niedrigen Gasgeschwindigkeiten von 4-12 m/s über eine längere Förderstrecke und mit maximaler Prozesssicherheit mit entlang der Rohrleitung angeordneten Fremdluftinjektoren gefördert.

 

 

Anwendungsbereich

  • Produkte aus Sprühtrocknern
  • Entmischungsfreier Transport zwischen Mischer und Abfüllanlage
  • Schonender Transport von chemischen Produkten vom Prozessbereich zur Beladestelle
  • Reaktorbeschickung
  • Direkte Chargenverwiegung auf Wägezellen in den Druckbehälter
  • Hohe Kapazität (z.B. 150 m³/h)
  • Filterascheförderung
  • Fördern unter Stickstoff ohne Rückführung
  • Schonende LKW-Entladung mit mobiler Druckluftverteilung

Vorteile

  • Sehr schonende Behandlung empfindlicher Produkte
  • Minimierter Verschleiss von Leitungen und Rohrbögen
  • Minimierte Entmischung 
  • Das Fehlen rotierender Teile eliminiert die Gefahr einer Metallverunreinigung und reduziert die Wartungskosten
  • Gas- und staubdichtes System ohne Leckluft
  • Chargenverwiegung des Druckbehälters möglich
  • Hohe Feststoffbeschickung führt zu kleinerem Rohrdurchmesser
  • Luftmengenregelung über Gericke Düse
  • Geringer Förderluftverbrauch reduziert die benötigte Filterfläche an der Empfangsvorrichtung und führt zu niedrigen Betriebskosten
  • Lange Förderstrecken bis zu 500 m und Förderleistungen bis zu 150 m³/h
  • Vorkonfigurierte grafische Steuerung STP 61 mit TCP/IP-Schnittstelle

Spezifikationen

  • Druckbehälter nach PED 2014/68/EG
  • Die Druckbehälter sind in Kohlenstoffstahl oder Edelstahl erhältlich
  • Lieferbare Standardvolumen von 20 l  bis 2.700 l
  • Verschiedene Ausführungen erhältlich: Hygieneausführung für Lebensmittelanwendungen sowie Ausführungen für abrasive Produkte.
  • Mit unterschiedlichen Bodenkegelwinkeln auch für zähfliessende Produkte geeignet
  • Abriebfester Auslaufkonus